Wie finde ich den richtigen Dartpfeil für mich? „So klappt es“
von darts-tests
Es ist sicherlich die Frage der Fragen; „Wie finde ich den richtigen Dartpfeil für mich“?
Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Zuerst einmal teilen wir die Dartpfeile, die auch Darts genannt werden, in zwei Kategorien ein, die da wären:
- Steeldarts (Dartpfeile mit einer Stahlspitze) und
- Softdarts (Dartpfeile mit einer Kunststoffspitze)
Unterscheidung in Steeldarts und Softdarts
Warum diese Unterteilung? Ganz einfach, weil die beiden Dartpfeile unterschiedliche Verwendung haben. Zwar handelt es sich in beiden Fällen um Dartpfeile, aber mit Steeldarts wird ausschließlich auf eine "klassische" Dartscheibe geworfen. Während man mit Softdarts auf elektronische Dartscheiben und Dartautomaten wirft.
Beide Dartpfeil-Arten sind von Aufbau gleich. Die Unterscheidung liegt einzig und alleine in der Spitze auch Tip oder Point genannt.
Kümmern wir uns einmal um die Details.
Steeldarts
Steeldarts, also Dartpfeile mit Stahlspitzen finden nur Verwendung, wenn man auf sogenannte Bristle (deutsch: Borsten) Dartscheiben / Dartboard spielt. Solltest Du also eine elektronische Dartscheibe bzw. Dartautomaten besitzen, beachte bitte den Punkt Softdarts.
Steeldarts werden von vielen namenhaften Herstellern produziert. Es gibt unzählige Modelle und Variationen auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen können, dass würde den Rahmen sprengen. Wir wollen uns in diesem Beitrag die "Standard" Steel- und Softdarts ansehen.
Grob kann man sagen, dass Darts, egal ob Soft- oder Steeldarts, aus den folgenden Bestandteilen bestehen:
- Flight
- Shaft
- Barrel
- Tip
Bei sehr guten Darts kommen noch Protector, Collar und O-Ring dazu. Die einzelnen Bestandteile haben wir in unserem Ratgeber Darts und Dartscheiben ausführlich beschrieben.
Nicht von der Optik täuschen lassen
Sehr viele Dart Einsteiger suchen ihre Dartpfeile nach der Optik aus. Frei nach dem Motto; "Ein cool aussehender Dartpfeil muss einfach her".
Dabei ist es nicht das Aussehen worauf es bei einem Dartpfeil ankommt, sondern vielmehr sind es die verschiedenen Eigenschaften, die einen guten Dartpfeil ausmachen.
Dies soll nicht heissen, dass ein cool aussehnder Dartpfeil nicht auch gut ist. Vielmehr geht es darum, dass Du Deine Auswahl an den Eigenschaften ausrichten sollten.
Gewicht des Steeldart
Schaut man den Dart Profils zu, so wird man erkennen, dass der Dart in einem leichten Bogen auf die Dartscheibe geworfen wird. Wir wollen jetzt hier zwar keine wissenschaftliche Ausarbeitung über das Gravitationsgesetzt verfassen. Dennoch sollte jedem bekannt sein, dass ein geworfener Dartpfeile von der Erdanziehungskraft zu Boden gezogen wird. Aus diesem Grund spielt das Gewicht des Dartspfeils auch eine Rolle.
In der Regel sagt man, dass für Einsteiger schwerere Darts sinnvoll sind. Und je besser man wird, je geringer kann das Gewicht gewählt werden.
Diese Aussage halten wir für für zu generell. Es gibt durchaus auch Anfänger die mit leichten Darts besser zurecht kommen als mit schwereren Darts.
Je nach Ausführung und Modell können Steeldarts, 16g bis 26g wiegen. In den allermeisten Fällen pendelt sich das Gewicht zwischen 21g und 25g ein.
Wähle einen Dartpfeil mit einem Gewicht von 21 Gramm. Hier habt Ihr in der Regel auch die meiste Auswahl.
Die Wurftechnik ist entscheidend
Egal ob man einen schwereren oder leichteren Dartpfeil benutzt. Entscheidend ist die richtige Wurftechnik.
Dabei sollte der Oberkörper möglichst ruhig gehalten werden. Der Schwung kommt alleine aus der Armbeuge.
Abhängig vom Gewicht des Dartpfeils und der Kraft mit der geworfen wird, beschreibt der Dartpfeil einen mehr oder minder großen Bogen. Diese Flugbahn gilt es zu perfektionieren. Damit der Dartpfeil dort hingelangt wo man ihn auch gerne platzieren möchte.
Im Video (rechts) wird dies anschaulich von Peter Wright, einem der besten Profi Dartspieler erklärt. - Peter Wright "Snake Bite" (4:22 min.) - Quelle YouTube
Material der Steeldarts
Dartpfeil ist nicht gleich Dartpfeil!
Ein Dartpfeil besteht aus bis zu 7 Einzelteilen, die auch zumeist alle kombiniert werden können. Das macht es sehr schwer den richtigen Dartpfeil zu finden. Auf der anderen Seite bietet diese Flexibilität auch unzählige Möglichkeiten seinen eigenen, optimalen Dartpfeil, zusammen zustellen.
Hierfür ist allerdings viel Wissen und auch Erfahrung nötig. Für Einsteiger ist ein Dartpfeile-Set, (meistens bestehend aus 3 oder mehr Dartpfeile) die richtige Wahl.
Unsere Empfehlung für Einsteiger - Steeldarts
- Das Set beinhaltet 16 g Messing Darts, die in der Kombination mit Gewichtsadaptern bis zu 21 g
- Inhalt: 3 Steeltip Converter Points, 6 Softtips, 3 Satz 100 Micron Flights im MvG Design, 3 Synthetic Schäfte, 3 Aluminium Schäfte, 1 Dart Tool, 3 Messing Schraubgewichte (3g)
- 1 Dart Case
Warum der Barrel wichtig ist
Der Dartpfeil wird normalerweise mit drei Fingern gehalten. Dabei fasst man den Barrel des Dartpfeils mit Zeigefinger, Mittelfinger und Daumen an. Ein guter Barrel ist griffig und gibt den Werfer genügend halt um den Dartpfeil zu lenken.
Auch bei den Barrels gibt es unzählige Formen und Griffeigenschaften. Von bauchig über zylindrisch und von glatt bis geriffelt.
Im Barrel ist das meiste Gewicht eines Dartpfeils verbaut. Er entscheidet also auch über die Flugbahn des geworfenen Darts.
Kopflastige Dartpfeile, senken sich schneller mit der Dartspitze zu Boden als beispielsweise Dartpfeile die eher neutral austariert sind.
Günstigere Steeldarts besitzen meistens einen Messing (engl. Brass) Barrel. Bei teureren Dartpfeilen kommen oft Wolfram (engl. Tungsten) und vereinzelt auch Nickel / Silber zum Einsatz.
Bei den Wolfram Barrels wird der Anteil in Prozent angegeben, z.B. 80% oder 90% Tungsten. Je höher die Prozentzahl, desto dünner kann der Barrel bei gleichem Gewicht gefertigt werden. Und je dünner der Barrel eines Dartpfeils ist, je dichter können die Dartpfeile auf der Dartscheibe plaziert werden.
Dies ist für den Anfang vielleicht nicht ganz so wichtig, da die Präzision der Würfe bei Einsteigern eher geringer, als bei erfahrenen Dartspielern ist.
Die Hersteller von Dartpfeilen versprechen vollmundig mit Ihren Dartpfeilen, größtmögliche Kontrolle und vieles mehr. Entscheidend ist jedoch das eigene Gefühl!
Wozu benötigt man einen Flight
Die Flights stabilisieren den Dartpfeil während des Flugs und bestehen meistens aus Nylon oder Kunststoff. Du solltest hier auf Stabilität achten. Oftmals werden Flights von nachfolgenden Darts beschädigt. Diese Beschädigung beeinträchtigt das Flugverhalten des Darts. Ein Wechsel der Flights ist problemlos möglich.
Wie kann es anders sein, natürlich haben die Herstseller auch bei den Flights eine Vielzahl von Modellen und Formen auf den Markt gebracht. Für Einsteiger reichen jedoch die "Standard" Flights vollkommen aus.
Bei günstigen Dartpfeilen besteht der Schaft (engl. Shaft) zumeist aus Kunststoff. Diese Schäfte bieten nur wenig Stabilität und halten in der Regel auch nicht sehr lange. Bessere Dartpfeile besitzen hingegen einen Nylon- oder Aluminium Schaft. Weniger verbreitet und auch deutlich teurer sind Dartpfeile mit Kohlefaser Schäften.
Auch die Länge der Schäfte ist unterschiedlich. Es gibt sie von Mini über X-Short, Short, Medium bis hin Long. Dabei gilt, je länger der Schaft, umso stabiler liegt der Dartpfeil in der Luft.
Wichtig - Eigene Meinung bilden
Wie beispielsweise bei einem Autokauf gibt es Fans aus den verschiedenen Lagern. So ist es auch bei der Suche nach dem richtigen Dartpfeil.
Es gibt jedoch keine generelle Antwort, welcher Dartpfeil der Beste ist.
Eine Möglichkeit sich einen Überblick über die verwendeten Dartpfeile zu verschaffen ist, sich auf Produktseiten der Hersteller, auf Testseiten (wie diese) oder in Dart-Foren umzusehen.
Dennoch ist es unumgänglich, dass Ihr Euch Eure eigene Meinung bildet.
Versuch macht klug
Falls es in Ihrer Nähe einen Dartshop gibt, solltet Ihr auf alle Fälle dort einmal unterschiedliche Dartpfeile in die Hand nehmen und ausprobieren. Denn "Versuch macht klug". Du wirst sehr schnell Unterschiede bemerken. Entscheide Dich für den Dartpfeil, bei dem Du das besten Gefühl hast.
Leider ist die Dichte an Dartshops noch nicht so hoch, dass es in jeder Stadt einen Dartshop gibt. Auch ist oftmals der Weg zu einem Dartshop zu weit, dass es sich nicht lohnen würde.
Was also tun?
Dann bleibt Euch leider keine andere Wahl, als sich auf Testberichte und Kundenrezensionen zu verlassen. Wir versuchen daher in unseren Testberichten, gerade zum Thema Dartpfeile, möglichst auf die Besonderheiten und Eigenschaften der jeweiligen Dartpfeile einzugehen und diese zu beschreiben.
Bestelle Dir aufgrund Deines Levels einen Satz Dartpfeile und probiere diese Zuhause in Ruhe aus. Solltest Du nicht mit den Dartpfeilen zurecht kommen, so kannst Du sie in der Regel, innerhalb einer Frist, umtauschen. Beachten jedoch immer die jeweiligen Händler-Hinweise.
Übersicht Steeldarts
Hier kommt Ihr zu einem Überblick, der angebotenen Steeldarts.
Softdarts
Mit Softdarts wird zumeist auf eine elektronische Dartscheibe bzw. einen Dartautomaten gespielt.
Bei den Softdarts verhält es sich wie mit den Steeldarts. Die verwendeten Materialien sowie Barrel, Schäfte und Flights sind meistens die Gleichen. So wundert es auch nicht, dass Baugleiche Darts in den Ausführungen Soft- oder Steeldarts erhältlich sind.
Hier ein Beispiel:
Der wesentliche Unterschied zu den Steeldarts besteht lediglich in der Dartspitze. Anders als die Steeldarts, besitzen Softdarts keine Metallspitze sondern eine Kunststoffspitze. Die sogenannte E-Tip oder E-Point.
Kann man mit Softdarts auf eine "klassische" Dartscheibe spielen?
Die meisten Hersteller von Bristle Dartscheiben erwähnen explizit, dass man auch mit Softdarts auf ihre Dartscheiben spielen kann.
Bei Dartscheiben aus Papier oder Kork werden die Softdarts nicht in der Scheibe stecken bleiben oder verursachen einen zu großen Schaden. Daher ist dies eher nicht zu empfehlen.
Generell kann man also nur sagen, achtet immer auf die Herstellerangaben.
Gewicht des Softdart
Softdarts gibt es auch in verschiedenen Gewichten. Die Regel sind 16g, 18g und 20g.
Achte bei der Verwendung immer darauf, welche maximale Gewichtsangabe der Hersteller von elektronischen Dartscheiben bzw. Dartautomaten für seine Dartscheiben vorsieht.
Das geringere Gewicht der Dartpfeile hat einen ganz einfachen Grund.
Weniger Gewicht = Weniger Masse = Weniger Energie beim Aufprall auf die Dartscheibe.
Des Weiteren darf man nicht vergessen, dass bei elektronischen Dartscheiben und Dartautomaten eine Elektronik hinter der Dartscheibe liegt. Zu schwere Darts oder sogar Steeldarts können auf einer elektronischen Dartscheibe großen Schaden anrichten.
Mit Softdarts hat man also etwas weniger Spielraum was das Gewicht angeht, als mit Steeldarts, die ein größeres Gewichtsspektrum aufweisen.
Welche Ersatzspitzen benötigt man?
Wenn Du schon einmal auf eine elektronische Dartscheibe bzw. auf einen Dartautomaten gespielt hast, wirst Du sicherlich die Erfahrung gemacht haben, dass die Kunststoffspitzen relativ schnell brechen.
Dies liegt u.a. daran, dass die Kunststoffspitzen beim auftreffen auf die elektronische Dartscheibe, in kleine Bohrungen eintauchen und dort stecken bleiben. Trifft man diese Bohrungen nicht genau oder liegt der Dartpfeil beim Auftreffen schräg in der Luft, können die Kunststoffspitzen leicht brechen.
Daher ist es ratsam immer einen Vorrat an Ersatzspitzen vorzuhalten.
Wenn Du Dir ein Softdart-Set zulegst, weißt Du in der Regel, welche Softdartspitzen (E-Tip bzw. E-Point) Du benötigst. Wichtig hierbei ist nur, dass das Gewinde passt.
Die allermeisten Softdartspitzen verwenden ein 2BA Gewinde. Durchmesser 4,7 mm, Steigung 0,81 mm.
Übersicht Softdartspitzen
Hier kommt Ihr zu einem Überblick, der angebotenen Softdartspitzen.
Fazit über Steeldarts und Softdarts
Es ist nicht einfach den richtigen Dartpfeil für sich zu finden. Egal ob Du Softdarts oder Steeldarts suchst. Wenn Du jedoch einige unserer Tipps beachtest, kannst Du Dich langsam an den optimalen Pfeil herantasten. Vergiss jedoch nicht, dass auch Dein Spiel sich verändert und damit evtl. Deine Ansprüche an den Dartpfeil.
Checkliste: Wie finde ich den richtigen Dartpfeil für mich? - "So klappt es"
- Kaufe für den Anfang Dartpfeile die nicht zu teuer sind (3€ bis max. 12€ pro Dartpfeil)
- Kaufe für den Einstieg, Dartpfeile mit einem Gewicht von 21 Gramm
- Der Dartpfeil sollte einen Aluminium Schaft besitzen
- Achte auf stabile Flights
- Die Form des Barrels sollte nicht zu Dick sein
- Barrels aus Messing (Brass) oder Wolfram (Tungsten) verwenden
- Kaufe immer drei gleiche Dartpfeile, z.B. in einem Dart Set
- Achte darauf, ob es genügend Ersatzteile für den Dart gibt
- Orientiere Dich an Testberichten und Kundenrezensionen
- Kaufe keine No-Name Produkte